Per SMS wird mehr gelogen
Samstag, Dezember 24th, 2011Eine erschreckende, aber doch durchaus nachvollziehbare Tatsache hat jetzt eine neue Studie zu Tage geführt, an der 140 Studenten teilgenommen haben. Per SMS wird deutlich mehr gelogen als von Angesicht zu Angesicht. Auch gegenüber Telefongesprächen wird beim Schreiben von den praktischen Kurzmitteilungen, die wir heute fast alle wie selbstverständlich nutzen, wesentlich häufiger die Unwahrheit erzählt.
Aufgebaut war die Studie so, dass die Studenten in Paare aufgeteilt wurden. Anschließend musste der eine Part dem anderen im Rahmen eines Rollenspiels als Börsenmakler schlechte Aktien zu verkaufen, die innerhalb von einer Woche die Hälfte an Wert verlieren würden. Im Endeffekt ging es also darum sein Gegenüber ziemlich dreist zu belügen, damit dieser die Aktien trotzdem kaufte. Wie sich hinterher herausstellte, fiel das Lügen den „Börsenmaklern“ via SMS wesentlich leichter als im persönlichen Gespräch oder auch per Telefon.
Um sich dieses Phänomen zu erklären, muss man jedoch im Grunde genommen weder studiert noch an einer solchen Studie teilgenommen haben. Irgendwo liegt es schließlich auf der Hand, dass es einem Menschen wesentlich leichter fällt in schriftlicher Form zu flunkern. Schließlich kann das Gegenüber hier weder die Nervosität noch das schleichende schlechte Gewissen erkennen, was sich auch in Form von Gestik und Mimik bemerkbar machen kann.
